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Station 9: Palais Schaumburg
Übersichtskarte des Regierungsviertels mit Standorten
1949 wird das Palais Schaumburg Dienstsitz des Bundeskanzlers.

Den 1860 vollendeten Bau bewohnte dreißig Jahre lang die Familie des Tuchfabrikanten Wilhelm Loeschigk. Der nächste Besitzer, Prinz Adolf zu Schaumburg-Lippe, ließ das spätklassizistische Haus 1894 durch Flügel im Osten und Norden erweitern. Ab 1939 nutzt die Wehrmacht, nach 1945 die belgische Armeeführung das Gebäude.

Im November 1949 wurde das Palais Dienstsitz von Bundeskanzler Konrad Adenauer. Am 13. Januar 1950 empfing er als ersten Staatsgast den französischen Außenminister Robert Schuman.

Nach Adenauer amtierten hier bis 1976 die Bundeskanzler Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt. Auch nach 1976 blieb das Palais Teil des Bundeskanzleramts. 1990 unterzeichneten Vertreter beider deutscher Staaten hier den Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion.

Seit 1999 ist das Gebäude Dienstsitz des Bundeskanzlers in Bonn.

Konrad Adenauer zur seiner Politik der Westorientierung und Aussöhnung mit Frankreich, um 1966


Palais Schaumburg, Zweiter Dienstsitz des Bundeskanzlers in Bonn

Kabinett Brandt, 1969

Adenauer in seinem Dienstzimmer im Palais Schaumburg

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