Zwischen 1965 und 1966 entstehen an der Heussallee zweigeschossige Wohnbauten für die Abgeordneten, 2018.
Der Bundesminister für Justiz, Gustav Heinemann, entspannt sich in seiner Wohnung in der Saemischstraße, 1967.

Abgeordneten-Wohnhäuser

1960–1999

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestags leben abwechselnd in Bonn und ihren Wahlkreisen. Ab den 1960er-Jahren können sie 88 Wohnungen im Regierungsviertel beziehen.

Fußläufig entfernt von ihrer Arbeitsstätte entstehen in den 1960er-Jahren Wohnhäuser für Bundestagsabgeordnete. Die neuen Bauten sollen die „Bonner auf Zeit“ mit Zweitwohnungen für die Tagungsperioden versorgen. 1959/60 nimmt das dreigeschossige Laubenganghaus des Architekten Karl Selg an der Saemischstraße mit 65 Wohneinheiten Form an. Die Straße existiert heute nicht mehr. 1965/66 errichten Bauarbeiter drei zweigeschossige Gebäude mit je 23 Wohnungen an der Heussallee; die Entwürfe stammen von der Planungsgruppe Stieldorf.

Einige der Wohnungen werden auch als Arbeitszimmer genutzt, denn das Abgeordnetenhochhaus „Langer Eugen“, das die Platznot im Bundeshaus abmildert, ist erst 1969 bezugsfertig. Bis 1999 wohnen hier Bundestagsabgeordnete aller Fraktionen.